Ein bayerischer Maibaum für Rom: Moosmotor e.V bringt Tradition in die Casa Santa Maria Patrona della Baviera

Der Schwaiger Ortsverein Moosmotor e.V. hat einen wahrlich außergewöhnlichen Auftrag erhalten. Im Namen von Kardinal Reinhard Marx, dem Bischof der Erzdiözese München und Freising, durfte der Verein einen traditionellen bayerischen Maibaum in der Ewigen Stadt aufstellen. Als idealer Standort wurde die renommierte Begegnungsstätte Casa Santa Maria in Rom ausgewählt. An diesem geschichtsträchtigen Ort kommen regelmäßig Gäste aus dem Erzbistum, dem Vatikan und der weltweiten Kirche zusammen, sodass der Baum nun als weithin sichtbares Symbol bayerischer Identität und Verbundenheit dient.

Die Reise des Traditionsstangens begann in der Heimat, wo sowohl der Hauptbaum als auch ein passender Ersatzbaum in einem kirchlichen Wald geschlagen und sorgfältig für den Transport vorbereitet wurden. Doch kein echtes bayerisches Brauchtum ohne ein wenig Drama: Im Zuge der Logistik nach Italien wurde der Baum von einem Trachtenverein aus Nußdorf in einer medienwirksamen Aktion gestohlen. Nach erfolgreicher und traditioneller Auslöse konnte die Reise in den Süden schließlich fortgesetzt werden.

Neben dem kulturellen Aspekt forderte das Projekt in Rom jedoch auch echtes ingenieurstechnisches Know-how. Da der Maibaum mit aufwendig gestalteten Schildern der Firma Huber Technik GmbH & Co. KG bestückt wurde, bot er dem Wind eine erhebliche Angriffsfläche. Aus diesem Grund mussten das Fundament und die einbetonierte Stahlschiene präzise nach den strengen Vorgaben der Windbelastung aus dem Eurocode EN 1991-1-4 bemessen und statisch geprüft werden.

Zu den statischen Herausforderungen gesellten sich die strengen Denkmalschutz-Auflagen der historischen Metropole. Aufgrund der Jahrtausende alten Geschichte Roms durfte kein Spatenstich ohne die Begleitung von Archäologen erfolgen, um eventuelle antike Funde im Boden zu schützen. Zudem verlangten die komplexen Bodengegebenheiten vor Ort eine professionelle Micropfahlgründung im Spezialtiefbau. Das Endergebnis ist eine perfekte Symbiose aus bayerischer Tradition und moderner Ingenieurskunst, die nun ein Stück Heimat im Herzen Roms repräsentiert.
Aufgrund der historischen Bedeutung Roms musste die Fundamentausgrabung von Archäologen begleitet werden. Außerdem erforderten die Bodengegebenheiten eine Micropfahlgründung.

Bauort

Rom

Jahr

2026

Architekt

Moosmotor e.V.

Bauherr

Stiftung Begegnungszentrum der Erzdiözese München und Freising Casa Santa Maria, Patrona della Baviera

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